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  • Geschäftsstelle in neuen Räumen
  • Quelle: Frankenpost vom 14.04.2012: 

     

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  • Mitgliederversammlung 2012 - Verein wächst und wächst
  • Der Alpenverein, Sektion Greiz, blickt bei seiner Hauptversammlung auf eine Erfolgsstory zurück: Mit 1700 Mitgliedern ist der ... ▼ mehr

  • Der Alpenverein, Sektion Greiz, blickt bei seiner Hauptversammlung auf eine Erfolgsstory zurück: Mit 1700 Mitgliedern ist der Verein der größte im Landkreis - und der Trend geht weiter nach oben.

    Von Herbert Scharf

    Marktredwitz - Die Bilanz, die der Vorstand des Alpenvereins, Sektion Greiz, bei seiner Hauptversammlung vorgelegt hat, kann sich sehen lassen: Die Mitgliederzahl steigt kontinuierlich, das angebotene Programm findet ein reges Echo und für den Nachwuchs werden ehrenamtliche Betreuer gesucht, weil auch hier die Nachfrage groß ist.

    Vorsitzender Michael Rabus hieß zu der Hauptversammlung auch die Gäste aus Greiz und die Jubilare willkommen, die bis zu 50 Jahre dem Verein angehören. Ein Ehepaar, das geehrt wurde, war sogar aus Düsseldorf angereist. Die Mitglieder des Vereins kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem Ausland. Für dieses Jahr stehen Umbau- und Renovierungsarbeiten für eine sechsstellige Summe in der Greizer Hütte im Zillertal bevor. Die Hütte erfreue sich bei Bergwanderern im Zillertal großer Beliebtheit, sagte Rabus. Bei den Übernachtungen habe man mehr Gäste als im Vorjahr verzeichnet.

    Als absolut erfreulich bezeichnete der Vorsitzende auch die Entwicklung der Mitgliederzahl. Mit 1700 Mitgliedern sei der Verein inzwischen der größte im Landkreis. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder liege bei 42,8 Jahren. Zufrieden zeigte sich Rabus mit dem Besuch der Mittwochswanderer. Auch die Kindergruppe boome. "Der Verein profitiert von einem zunehmenden Trend junger Leute zum Bergwandern." Die neue Internetseite werde pro Monat rund 3000 Mal angeklickt. Gut angenommen werden auch das Angebot für Mountainbiker "after work".

    Der Vorsitzende wies auch auf die neu eingerichtete Geschäftsstelle in Oberredwitz (Ecke Jean-Paul-/Kreuzstraße) hin, in der es Rat, Tipps für Bergtouren und Ausrüstung gebe. Für dieses Jahr kündigte der Vorsitzende eine verstärkte Werbung um ehrenamtliche Mitarbeiter an, um das Programm weiter ausbauen zu können. Besonders für die Kinder- und Jugendarbeit brauche man dringend weitere Betreuer.

    Jugendreferentin Carolin Schreyer befürchtete einen Aufnahmestopp für die Kindergruppe, wenn man nicht weitere Betreuer finde.

    Der Hüttenwart für die Greizer Hütte, Hans Geyer, bedankte sich bei allen Helfern, die bei den Arbeitseinsätzen zur Stelle waren. So habe eine abgehende Mure den Zufahrts- und Wanderweg an drei Stellen weggerissen. Hier müsse eine Baufirma nacharbeiten. Mit 3889 Übernachtungen und 1368 Tagesgästen könne man zufrieden sein.

    Von der Abteilung Greiz berichtete Harry Kießling über die Zehn-Jahr-Feier der Erzgebirgshütte im vergangenen Jahr und von über 1000 Übernachtungen. Mirco Börner, Ausbildungs- und Tourenreferent, ließ die 19 angebotenen Touren in Wort und Bild Revue passieren.

    Markus Häring, Leiter der Marktredwitzer Gruppe, wies auf die bevorstehende Aufstellung des Maibaums mit dem Fichtelgebirgsverein hin. Anne Eisenbeiß, Leiterin der Gruppe Greiz, erzählte von der 20-Jahr-Feier im vergangenen Jahr. Auch hier werde das Angebot der Wander- und Klettertouren gut angenommen.

    Bürgermeister Klaus Haussel nannte die Berichte eine Erfolgsstory, die nicht viele Vereine hätten. Der Werbespruch "Mit uns geht es aufwärts" bewahrheite sich nicht nur bei den Bergtouren. Es gebe kaum Vereine, die angesichts der demografischen Entwicklung von steigenden Mitgliederzahlen berichten könnten.

    „Der Verein profitiert von einem zunehmenden Trend bei jungen Leuten zum Bergwandern.“ (Michael Rabus)

    Viele treue Mitglieder

    Bei der Hauptversammlung wurden viele Mitglieder für jahrelange Treue geehrt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Gisela Huber, Mitterteich, und Heinrich Krützfeldt ausgezeichnet. 40 Jahre beim Alpenverein sind: Helmut Arzberger, Hermann Brandt, Frank Ermoneit, Karin Gold, Karl Günther, Sophie Mayer, Richard Mayer, Bettina Ocker, Josef Schimmel, Traude Schubert, Erik Stehfest, Kunigunde und Herbert Stein (aus Düsseldorf angereist), Heinz Wiesneu, Jochen Steinbrücker, Monika und Erhard Krauß und Günther Markl. 25 Jahre: Verene Adametz, Katrin Breitmoser, Maria-Theresa Dötterl, Willi Födisch, Jochen Frohmader, Gerhard und Gisela Netsch, Hans Geyer, Dr. Bernd Götz, Stefan Landgraf, Adolf Nürnberger, Gerhard Pflanz, Kurt Rodehau, Karl Rögner, Axel Simon, Martina und Martin Werner. 

     Quelle: Frankenpost vom 26.04.2012

    Bild: sektionsintern

    Langjährige Mitglieder ehrte der Deutsche Alpenverein, Sektion Greiz, mit Sitz in Marktredwitz. Mit im Bild zweiter Bürgermeister Klaus Haussel (Zweiter von rechts), links daneben Vorsitzender Michael Rabus.

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  • 11.02.2012
  • Robert Jasper - Grenzgänge am Ende der Welt
  • Robert Jasper berichtet in Marktredwitz von der Faszination der letzten unentdeckten Berge dieser Erde. Den Bergsteiger-Profi ... ▼ mehr

  • Robert Jasper berichtet in Marktredwitz von der Faszination der letzten unentdeckten Berge dieser Erde. Den Bergsteiger-Profi aus Südbaden zieht es in unwirtliche Gegenden wie Feuerland oder zumindest auf extreme Routen durch die Eiger-Nordwand.

    Marktredwitz - Für Robert Jasper kann es so aussehen, "eine gute Zeit gehabt" zu haben: über zwei Monate in einer kalten, nassen Wildnis, eine Höllenschaukelei durch wilde See, Biwak in einer Schneehöhle, die zur Mausefalle werden kann. Mit jedem Schritt wird es schwieriger, zurückzukommen. Doch er kommt zurück. Und er will wieder dorthin. Weil sich der 43 Jahre alte Spitzenbergsteiger aus dem südbadischen Schopfheim "nicht alt genug fühlt für Lauf-Berge". Weil er immer noch Ziele sucht und findet am Ende der Welt, nach deren Erreichen er schlicht bilanziert: "Das ist halt ein Grenzgang."

    Von solchen Grenzgängen berichtete Robert Jasper als Gast der Sektion Greiz-Marktredwitz des Deutschen Alpenvereins. Die will ihrem Publikum "junge Wilde" aus der Bergszene vorstellen. Vorsitzender Rainer Rahn räumt bei der Begrüßung ein: Dieser Referent sei zwar nicht mehr ganz jung, aber besonders wild. Jasper ist noch so wild, dass er sich Ziele setzt, die "nicht so medienträchtig sind". Er weiß zwar, dass er nach der Rückkehr "eine schöne Geschichte erzählen muss".

    Dabei belässt es der blonde Mann mit dem Pferdeschwanz allerdings. Er verkauft keine Bücher, weil er keine schreibt. Er bietet den etwa 150 Bergfans in Marktredwitz lediglich einige Autogrammkarten an. Natürlich muss und will er Vorträge halten, um als Bergsteiger-Profi von seinem Tun leben zu können. Aber andere Größen seines Genres pflegen sich wesentlich intensiver und offensiver zu vermarkten als Robert Jasper. Der findet es "langweilig, einem Plan zu folgen." Und der Himalaya interessiert ihn wenig. "Das lange Latschen zu diesen Bergen finde ich einfach uninteressant."

    Bei seinen Grenzgängen jagt er weniger Rekorde oder Höhenmeter. Er sucht lieber einige der letzten Regionen des Planeten, die noch kaum ein Mensch besucht hat - vorausgesetzt, dort steht ein Berg herum. Wie etwa der Monte Sarmiento im äußersten Süden Südamerikas. Bescheidene 2246 Meter hoch ist er. Doch diese Eispyramide wächst direkt aus einem wilden kalten Meer in der Nähe der legendären Magellanstraße, einer Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und der Insel Feuerland. Dort regnet es zehnmal so viel wie in unseren Breiten. Dort herrscht gerade mal an zwei oder drei Tagen im Monat schönes Wetter. Dorthin gelangen Abenteurer wie Jasper nur auf dem Seeweg, und schon der ist hart. Beim tagelangen Wellentanz auf einem kleinen Segelboot halten sich die Bergsteiger meist krampfhaft an der Reling fest und fixieren den Horizont, um nicht regelmäßig seekrank zu werden.

    Das ginge an die Substanz, die sie brauchen für den Gipfelsturm. Den hat Robert Jasper "Odyssee des Magellan" getauft. Diese besteht zunächst aus Warten und aus Suchen nach dem besten Weg. Beim Anmarsch durch kalten, sumpfigen Regenwald gilt es erst einmal, trocken zu bleiben, um oben im Eis bei minus 20 Grad nicht zu erfrieren. Dort oben gehen die Abenteurer das Wagnis ein, nach dem Biwak in einer Schneehöhle im "white out", im weißen Nichts, im Schneesturm, zu erwachen. Doch Jasper und seine Begleiter haben Glück, besteigen als erste Menschen den Sarmiento auf seiner Südseite und schlafen nach einer 30 Stunden-Tour erst einmal einen ganzen Tag lang. "Es ist eben wie vor 200 oder 300 Jahren in den Alpen". Der Mensch betritt Neuland.

    Das findet er in unseren Bergen immer noch. Allerdings nur, indem er neue Wege findet auf bestens erschlossene Gipfel. Beispielsweise in Robert Jaspers zweiter Heimat, der Eiger-Nordwand. Auf 17 verschiedenen Routen hat er diese legendäre Felsmauer durchstiegen, jüngst auf der "Japaner-Direttissima" mit fünf Jahren Anlauf: 42 Seillängen, teilweise im zehnten Schwierigkeitsgrad. Und wieder hat Jasper "eine Grenze ein Stück nach oben verschoben". Wobei ihm sein Tun weniger verrückt erscheint als der Bau einer Zahnradbahn durch diese Wand hindurch vor gut hundert Jahren. Was er mit den Technik-Pionieren von damals teilt, ist die Erkenntnis: "Der Glaube an das Unmögliche versetzt Berge." Das schafft Robert Jasper immer aufs Neue. Vom Monte Sarmiento aus hat er am Horizont eine Haifischflosse aus Eis entdeckt, die keinen oder viele Namen hat und noch von keinem Menschen betreten wurde. Schon hat der Mann ein neues Ziel.

    Quelle Frankenpost vom 13.02.2012 - von Wolfgang Neidhardt

     

    Zitat "Das lange Latschen zu diesen Bergen im Himalaya finde ich einfach uninteressant." 

    Bergsteiger-Profi Robert Jasper

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  • 11.01.2012
  • Marktredwitzer Verdienstnadel für Ehrenvorsitzenden Walter Wensich
  • Beim Neujahrsempfang würdigte die Stadt Marktredwitz vier Persönlichkeiten für ihr außergewöhnliches Engagement mit Verdienstnadeln ... ▼ mehr

  • Beim Neujahrsempfang würdigte die Stadt Marktredwitz vier Persönlichkeiten für ihr außergewöhnliches Engagement mit Verdienstnadeln und Dankurkunden.

    Seit 1983 war der Mitterteicher Walter Wenisch im Deutschen Alpenverein, Sektion Greiz mit Sitz in Marktredwitz, als Ausbildungsreferent, zweiter und schließlich als erster Vorsitzender tätig. Unter seiner Führung wuchs die Mitgliederzahl auf über 1600 Menschen und der Alpenverein damit zu einer der größten Organisationen im Landkreis. Seit 2010 ist Wenisch Ehrenvorsitzender.

    Quelle: Der Neue Tag, Ausgabe vom 13.01.2012 (auszugsweise)

    Bild: Pressereferent der Stadt Marktredwitz

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  • Skitouren auf Pisten: Gemeinsame Position von DAV und VDS
  • Skitourengehen liegt im Trend. Mit zunehmender Beliebtheit nutzen mehr und mehr Tourengeher die präparierten Pisten für ihre Sportart. ... ▼ mehr

  • Skitourengehen liegt im Trend. Mit zunehmender Beliebtheit nutzen mehr und mehr Tourengeher die präparierten Pisten für ihre Sportart. Dadurch sind aber auch Risiken und Konflikte entstanden. Über die Ausgestaltung des Mit- und Nebeneinanders von Abfahrern und Aufsteigern auf Pisten hat es insbesondere im letzten Jahr einige Meinungsverschiedenheiten gegeben. Jetzt haben der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) und der Deutsche Alpenverein (DAV) eine gemeinsame Position zu Skitouren auf Pisten gefunden.

    Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.

    Quelle:
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Deutscher Alpenverein e. V.
    Bundesgeschäftsstelle
    Von-Kahr-Straße 2-4
    80997 München

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  • Alpenverein Greiz attraktiver denn je
  • Die hiesige Ortsgruppe der Sektion Greiz des Deutschen Alpenvereins mit Sitz in Marktredwitz ist in 20 Jahren von zehn auf 314 ... ▼ mehr

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    Die hiesige Ortsgruppe der Sektion Greiz des Deutschen Alpenvereins mit Sitz in Marktredwitz ist in 20 Jahren von zehn auf 314 Mitglieder gewachsen. Glückwünsche und Emotionales zum Jubiläumsfest am Sonnabend im Pferdestall.

    Greiz. Ein fröhlich angestimmtes "Ein Sträußlein am Hute" ließ am Sonnabend der Frauenchor Schönfeld im Pferdestall des Oberen Schlosses zum Auftakt der Jubiläumsfeier der Ortsgruppe Greiz des Deutschen Alpenvereins erklingen. Vor 20 Jahren - konkret am 4. Juni 1991 fanden sich in "Meisels Lokal" in Irchwitz zehn Gründungsmitglieder zusammen, um die hiesige Ortsgruppe wieder neu aus der Taufe zu heben. Dr. Karlheinz Seliger übernahm damals den Vorsitz. Am Sonnabend wurden er und seine Frau Elfriede Seliger gemeinsam mit weiteren Gründungsmitgliedern, wie Eberhard Eisenbeiß, Anne-Kathrein Eisenbeiß und Gerhard Glück mit der Ehrennadel des Deutschen Alpenvereins geehrt. Trotz Bevölkerungsschwund habe die Ortsgruppe Greiz inzwischen 314 Mitglieder "ein stolzer Erfolg", wie Michael Rabus, 1. Vorsitzender der Sektion Greiz mit Sitz in Marktredwitz, in seinem Grußwort betont. "Dazu braucht man Visionäre und Angebote", wie Greizer Hütte, Erzgebirgshütte, Kletterturm und einen attraktiven Tourenplan für Wanderer, Kletterer und Jugendliche. Sowie gut ausgebildete Wanderleiter, wie Eberhard Eisenbeiß, Mirko Börner, Doro Hamann, Alexander Jahn und Holger Voß, der gegenwärtig diese Ausbildung absolviert. Rabus dankte Obfrau Anne Eisenbeiß herzlich für ihr Engagement und setzt auch weiterhin auf gutes Miteinander innerhalb der Sektion.

    Für Walter Wenisch, Ehrenvorsitzender der Sektion aus Mitterteich, ist dieses Jubiläum mit besonders emotionalen Erinnerungen verbunden: "Am 5. Januar 1990 sah ich erstmals diese Stadt als Mitglied einer 100-köpfigen Delegation aus Marktredwitz. Der Tag war grau, nasskalt und Greiz war wenig einladend. Auf dem damaligen Karl-Marx-Platz gab es eine berührende deutsch-deutsche Begegnung. Neun Personen suchten damals Kontakt zu mir, darunter auch fünf Männer, die schon in den 30-er und 40-er Jahren in den Alpenverein eingetreten waren. Der heute 88-jährige Kurt Müller aus Hohndorf war dabei. Durch die Wiedergründung in Marktredwitz 1955 konnte die Sektion Greiz erhalten werden. Die wenigsten werden wissen, dass wir die Greizer Hütte seinerzeit beinahe an die Offenbacher verloren hätten. Der Sitz der Sektion in Marktredwitz ist ein Tribut an die Geschichte. Gern haben wir Geburtshilfe bei der Gründung der Ortsgruppe hier geleistet", versichert Wenisch.

    Für den Ehrenvorsitzenden ist es ein Musterbeispiel für gelungenes Zusammenwachsen in beiden Teilen Deutschlands. Der Greizer Ortsgruppe gab er zum 20. Geburtstag mit auf den Weg, die Tradition in Ehren zu halten. Ein historisches Album der "Bergsteigergruppe Vogtland" einst gestiftet von Ernst Tischendorf in Greiz überreichte er für die Vereinschronik. Bei einem Rundgang mit der "Vogtländerin" Johanna Kühnast auf dem Oberen Schloss und in geselliger Runde wurde das Jubiläum gefeiert.

    Quelle: Kathrin Schulz / 30.05.11 / OTZ

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    20 Jahre Ortsgruppe Greiz des Deutschen Alpenvereins: Mit der Ehrennadel des DAV wurden die Gründungsmitglieder Eberhard Eisenbeiß, Anne Eisenbeiß, Dr. Karl-Heinz Seliger, Elfriede Seliger und Gerhard Glück geehrt.

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  • Mitgliederversammlung 2011
  • In diesem Jahr fand die turnusgemäße Mitgliederversammlung in der neuen „Vogtland halle“ in Greiz statt. Sie wurde von 74 Mitgliedern ... ▼ mehr

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    In diesem Jahr fand die turnusgemäße Mitgliederversammlung in der neuen „Vogtland halle“ in Greiz statt. Sie wurde von 74 Mitgliedern besucht. Vor der Versammlung hatte das Sektionsmitglied Eberhard Eisenbeiß eine Wanderung auf dem „Elsterperlenweg“ angeboten, an der viele Mitglieder teilnahmen.

    Michael Rabus, der als neuer 1. Vorsitzender der Sektion seine erste Mitglieder versammlung leitete, begrüßte alle Anwesenden, besonders den Beigeordneten des Bürgermeisters, Herrn Ulrich Zschegner, sowie die örtliche Presse und dankte allen für die rege Teilnahme. Er übermittelte Grüße unseres Hüttenwirtsehepaares Irmi und Herbert Schneeberger.

    In seinem Grußwort äußerte Herr Zschegner seine besondere Freude darüber, dass die Sektion Greiz für ihre Mitgliederversammlung die soeben eröffnete Vogtlandhalle nutzte. Er ging auf die guten und engen Verbindungen zwischen Greiz und Marktredwitz ein und ließ Grüße an die Oberbürgermeisterin von Marktredwitz, Frau Birgit Seelbinder, ausrichten. Den Mitgliedern der Sektion wünschte er für ihre Bergtouren „Hals- und Beinbruch“.

    Im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Martha Stehfest und Gerhard Werner erhoben sich alle Anwesenden.

    Michael Rabus konnte von einem erneuten Mitgliederzuwachs berichten. Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 1.655. Erfreulich ist der hohe stabile Anteil der unter 40-jährigen Mitglieder (42%). Trotz eines stetig zunehmenden Alters durch schnitts und der Abwanderung junger Menschen aus unseren Regionen haben wir immer noch eine ausgeglichene Altersstruktur. Die Investition in die Kinder- und Jugendarbeit zahlt sich hier voll aus. Dies lässt auf eine erfolgreiche Zukunft des Vereins hoffen. Gründe für die Attrak tivität unserer Sektion sind die künstlichen Kletteranlagen in Marktredwitz und Greiz, zwei bestens geführte Hütten, das gut sortierte Ausrüstungslager und die abwechslungsreichen Veranstaltungen und zahlreichen Touren ange bote für alle Altersgruppen. Auch in Greiz wird eine rege Vereinsarbeit betrieben. Vor 20 Jahren gründete sich die Ortsgruppe Greiz. Bemerkenswert ist dabei, dass von den 30 ersten Anmeldungen 1991 immer noch 27 Mitglieder aktiv dabei sind. Die Ortsgruppe hat ein kontinuierliches regelmäßiges Mitgliederwachstum zu verzeichnen. Mit großer Bereitschaft wird hier ein attraktives Tourenangebot erstellt. Das erbrachte Engagement wird auch durch öffentliche Einrichtungen gewürdigt. So erhielt die Jugendgruppe Greiz von der Sparkassen-Stiftung Gera-Greiz 1.000 Euro und von der Thüringer Staatskanzlei aus den Überschüssen der Staatslotterie 500 Euro, die Ortsgruppe bekam außerdem von der Stadt Greiz einen Zuschuss in Höhe von 297 Euro. Da heutzutage bei öffentlichen Einrichtungen der Trend eher zu Streichungen geht, können wir uns über diesen Geldsegen besonders freuen. Derartige Zuschüsse helfen bei einer erfolgreichen Vereinsarbeit, vor allem im Kinder- und Jugend bereich.

    Mit der durchgeführten Mitgliederbefragung, zu der im letzten Sektionsheft aufgerufen wurde (Ergebnisse s. an anderer Stelle in diesem Heft), sollen die Aktivitäten, Angebote und Einrichtungen an dem Bedarf der Mitglieder ausgerichtet werden. Dementsprechend werden erste Maßnahmen, z.B. die Überarbeitung des Internetauftritts und die Anpassung des Touren- und Ausbildungsangebots, eingeleitet. Den Gutschein für zwei Übernachtungen mit Halbpension auf der Greizer Hütte, der unter den ersten 50 Teilnehmern an der Befragung verlost wurde, gewann Ines Bergenz aus Greiz.

    Regelmäßige Vereinsabende, schöne Touren und die Jahresabschlussfeier, die vom Vertreter der Ortsgruppe Marktredwitz, Markus Häring, im letzten Jahr organisiert wurden, hatten regen Zuspruch. Es sind auch schon wieder attraktive Angebote in Planung. Die „Mittwochswanderer“, ins Leben gerufen von Anni Nürnberger, feierten am 6.4.2011 ihr 10-jähriges Jubiläum auf der Kösseine und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, was daran zu erkennen ist, dass keine der bisherigen 121 Veranstaltungen ausfiel. Der Vorsitzende bedankte sich ausdrücklich für das Engagement von Anni Nürnberger und für die Treue der Mittwochswanderer.

    In ihrem Kassenbericht konnte die Schatzmeisterin Anni Nürnberger über einen Überschuss in Höhe von 6.700 Euro berichten, leider nicht so hoch wie in den letzten Jahren, aber aufgrund des schlechten Wetters waren die Hütteneinnahmen geringer.
    Die Entlastung der Schatzmeisterin erfolgte einstimmig. Auch der Wirtschaftsplan für das kommende Geschäftsjahr wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig genehmigt.

    Einen Überblick über die Aktivitäten der Jugendgruppen gab die Jugendreferentin Karolin Schreyer. Sie berichtete von erlebnisreichen Veranstaltungen der Greizer Jugendgruppe, wie von der gelungenen Pfingsthüttentour ins Karwendel, von der Schlauchbootfahrt auf der Zwickauer Mulde, vom Arbeitseinsatz mit anschließendem unvergesslichen Hüttenabend auf der Erzgebirgshütte und von der Kletterfahrt in den Frankenjura. Die Gruppe der 10- bis 14-jährigen „AlpinKids“ in Marktredwitz wächst zusehends, es werden nun auch kleinere Geschwister mitgebracht. Nadin Schleich, Birgit Häring und Felix Weiß bieten neben der reinen Sportkletterei andere spannende Aktivitäten, z.B. Eislaufen und Bowling, an. Ein Wochenende verbrachte die Gruppe im Seehaus, um für das Wandern und Übernachten in den Bergen zu üben. Das Erlernte soll in diesem Jahr bei einer Bergtour in den Alpen umgesetzt werden. Die Jugendgruppe Marktredwitz trifft sich regelmäßig zum Sportklettern.

    Der Hüttenwart der Greizer Hütte, Hans Geyer, berichtete über die im letzten Jahr durch geführte Renovierung des Herrenwaschraums und der hinteren Gaststube, in die ein neuer Fußboden gelegt und ein größerer moderner Ofen installiert wurde. Leider war im letzten Jahr aufgrund des schlechten Wetters die Anzahl der Nächtigungen (3.258) und der Tagesgäste (1.208) geringer als im Vorjahr, sodass eine „schwarze Null“ als Ergebnis zu verzeichnen war. Er dankte allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, ein positives Gesamtergebnis der Hütte zu erzielen. Für die kommende Saison sind neben einigen Arbeitseinsätzen durch unsere freiwilligen Helfer (Holzarbeiten, Verputzen der Wand zum Waschraumbereich) die Installation eines zusätzlichen Heißwasserkessels für die Warmwasserversorgung, die Systemoptimierung der Energieversorgung durch Lastrelais sowie ein Fettabscheider geplant. Geyer sprach die Hoffnung aus, in diesem Jahr besseres Wanderwetter und höhere Besucherzahlen verzeichnen zu können, und lud noch einmal sehr herzlich zum Hüttenfest am 2. Juli 2011 auf die Greizer Hütte ein.

    Auch in der Greizer Erzgebirgshütte war die Belegung im letzten Jahr aus den oben beschriebenen Gründen rückläufig. Der Hüttenwart Harry Kießling freute sich über die erfolgreich ausgeführten Arbeitseinsätze, bei denen sich auch die Jugend beteiligte. Trotz hoher Aufwände konnte er ein positives Ergebnis vorweisen. Er dankte ebenfalls allen, die sich für die Hütte engagieren und seine Arbeit als Hüttenwart unterstützen. Zum Schluss machte er noch einmal darauf aufmerksam, dass interessierte Mitglieder v.a. die Wochentage Montag bis Freitag nutzen mögen, um die Hütte für 30 Euro pro Tag zu reservieren. Hier sind noch Termine offen; Interessenten für Wochenenden müssen sich sputen, denn diese Termine sind sehr gefragt und früh belegt.

    Der Ausbildungsreferent Mirko Börner berichtete über erlebnisreiche Kletter- und Hochtouren und beliebte Wanderungen, die trotz des wechselhaften Wetters gelungen waren. Beispielhaft seien hier die Hochtouren zum Großen Löffler und auf die Wildspitze, eine Klettertour am Gigalitz, eine Mountainbike-Tour in den Oberpfälzer Wald und Wanderungen in der Hochschobergruppe und in den Appenzeller Alpen genannt. Er gab einen Ausblick auf ein abwechslungsreiches Touren- und Ausbildungsprogramm 2011 und betonte, dass er bereits einige Wünsche, die in der Fragebogenaktion geäußert wurden, in der neuen Planung berücksichtigt hat. Wie im letzten Jahr werden auch wieder einige junge Mitglieder die Ausbildung zum Fachübungsleiter absolvieren. Um aber weiterhin ein umfangreiches Touren- und Ausbildungsprogramm für unsere Mitglieder gestalten zu können, bietet die Sektion interessierten Mitgliedern Ausbildungen, z.B. zum Fach übungsleiter, und aktive Mitarbeit in der Sektion an.

    Die Obfrau der Ortsgruppe Greiz, Anne-Kathrein Eisenbeiß, blickte auf die Frühjahrs- und Herbstwanderung, die Winterfreizeit, die Kanutour, die Frauenhochtour und andere gelungene Unternehmungen zurück und gab eine Vorschau auf die in diesem Jahr geplanten Aktivitäten. Sie lud alle Mitglieder zum 20-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe Greiz am 28. Mai 2011 im Oberen Schloss ein.

    Da bei den Neuwahlen des Vorstandes 2010 kein Kandidat für das Amt des Schatzmeisters zur Verfügung stand, hatte sich Anni Nürnberger wegen ihrer Verbundenheit zur Sektion bereit erklärt, noch bis zur diesjährigen Versammlung das Amt weiter zu führen. Anni Nürn berger war seit 1993 in diesem Amt tätig und somit 18 Jahre im Vorstand. Der Vorsitz ende Michael Rabus würdigte diese verantwortungsvolle Funktion und dankte ihr im Namen der Vorstandschaft, der Mitglieder und persönlich für ihre aufopfernde Tätigkeit, ihre Mitwirkung am Vereinsleben und ihr „offenes Ohr“ auch in persönlichen Belangen. Er überreichte ihr einen Strauß bunter Frühlingsblumen. Anni Nürnberger bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Jetzt sei der Generationenwechsel vollzogen und sie wünsche der „jungen“ Vorstandschaft für die Zukunft eine gute Zusammenarbeit und viel Erfolg.

    Als Nachfolger Anni Nürnbergers schlug der 1. Vorsitzende den 36-jährigen Sven Hackl vor, der sich in kurzen Worten
    vorstellte. Er lebt in Wunsiedel, ist Architekt und seit 2007 Mitglied der Sektion. Hackl wurde bei einer Enthaltung zum
    neuen Schatzmeister gewählt.

    Die Ehrung der Vereinsjubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft wurde durch den 1. und 2. Vorsitzenden Rabus und
    Rahn durchgeführt. Michael Rabus dankte ihnen für die langjährige Treue in unserer Sektion.

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    Michael Rabus bedankt sich bei der langjährigen Schatzmeisterin Anni Nürnberger

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    Sven Hackl, neu gewählter Schatzmeister

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    Die Jubilare mit den beiden Vorsitzenden (v.l.): 2. Vorsitzender Rainer Rahn, Jochen Steinbrücker in Vertretung für Aline Mellerowicz (25 J.), Markus Häring (25 J.), Gerhard Bruckner (40 J.), Erhard Grünler (40 J.), Hans Arzberger (40 J.), Marlene Götz (25 J.) und 1. Vorsitzender Michael Rabus

    Quelle: OTZ vom 09.04.2011

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  • Mittwochstour ist ein echter Renner
  • Marktredwitz – Damit das Angebot eines Vereins Erfolg hat, bedarf es nicht unbedingt einer Trendsportart. Das beweist der Alpenverein ... ▼ mehr

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    Marktredwitz – Damit das Angebot eines Vereins Erfolg hat, bedarf es nicht unbedingt einer Trendsportart. Das beweist der Alpenverein Marktredwitz (Sektion Greiz) mit seinen „Mittwochswanderungen“, die seit zehn Jahren steigende Resonanz haben und auch Nichtmitgliedern offenstehen. Sie sind zu einem Aushängeschild des Vereins geworden.

    Jeden ersten Mittwoch im Monat wird eine etwa vier- bis fünfstündige Wanderung mit einer geeigneten Mittagseinkehr angeboten, jeweils organisiert von einem gebiets- und wegekundigen Sektionsmitglied. Oft handelt es sich gar um einen echten Geheimtipp, der in keinem Wanderführer zu finden ist. Die nordostbayerische Heimat, vor allem das Fichtelgebirge, bietet zusammen mit dem benachbarten Egerland und Vogtland derart viele Wandermöglichkeiten, dass bei den bisherigen 121 durchgeführten Wanderungen genug Abwechslung bei den Wegen gefunden werden konnte, heißt es in einer Pressemitteilung des Alpenvereins.

    Bisher sei keine einzige Wanderung ausgefallen, auch nicht im Winter. Bei einem Durchschnitt von 40 Teilnehmern pro Tour beläuft sich die Gesamtzahl bislang auf etwa 5000 Wanderer. Zum zehnjährigen Bestehen findet am morgigen Mittwoch eine Sternwanderung statt, die auf die Kösseine führt. Der Hausberg der Mittwochswanderer war auch das Ziel der ersten Veranstaltung im April 2001. Bei einem geselligen Beisammensein wird das Jubiläum gebührend gefeiert. Abmarsch ist um 9.30 Uhr ab Forsthaus Marktredwitz, um 10.30 Uhr abWaldparkplatz bei Kleinwendern.

    Gäste sind wie immer willkommen.

    Kontakt und Informationen zu den Mittwochswanderungen:
    Anni Nürnberger in Wunsiedel, Telefon 09232/4336.

    Quelle: Frankenpost, Ausgabe vom 05.04.2011

    Mittwochswanderer-06.04.2011-PICT0004.JPG
    Foto Mittwochswanderer am Kösseinehaus

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  • Mitgliederversammlung 2010 mit Neuwahlen
  • Am 24. April 2010 fand im Hotel Baierischer Hof in Marktredwitz die Ordentliche Migliederversammung mit Neuwahlen statt. Nähere ... ▼ mehr

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    Am 24. April 2010 fand im Hotel Baierischer Hof in Marktredwitz die Ordentliche Migliederversammung mit Neuwahlen statt.

    Nähere Informationen finden Sie in den Presseberichten von "Der neue Tag" und "Frankenpost" oder im neu erschienenen Mitglieder-Journal Sommer 2010 (Heft 73) ab Seite 6.

    Ebenso finden Sie im Anhang jeweils ein Gruppenfoto des neu gewählten Vorstandes mit dem neuen Ehrenvorsitzenden Walter Wenisch sowie von den Jubilaren.

    Mitgliederversammlung 2010 Geehrte.JPG
    Jubilare 2010

    Mitgliederversammlung 2010 Vorstand.JPG
    Der neue Vorstand mit Ehrenvorsitzenden Walter Wenisch

    Mitgliederversammlung 2010 - Frankenpost.jpg
    Quelle: Frankenpost vom 27. April 2010

    Mitgliederversammlung 2010 - Der Neue Tag.jpg
    Quelle: Der Neue Tag Nr. 97 vom 28. April 2010

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  • Wandern in Deutschland
  • Profifotograph Klaus-Peter Kappest präsentiert seine Bilder Spätestens seit den großen Autoren der Romantik gilt Deutschland als ... ▼ mehr

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    Profifotograph Klaus-Peter Kappest präsentiert seine Bilder

    Spätestens seit den großen Autoren der Romantik gilt Deutschland als „Land der Wanderer“. Auch in der Gegenwart boomt der Wandermarkt als Teil der Touristikbranche. „Der Mensch will heute die Natur so authentisch wie möglich erleben“, erklärt der Profifotograph Klaus-Peter Kappest, dass die Zeiten der Hutnadel- und Stocknägel-Sammler ausgedient haben. Seine besondere Sichtweise ausgewählter deutscher Wandergebiete präsentierte der 42-Jährige in seinem Dia-Multivisions-Vortrag „Wandern in Deutschland“, den er auf Einladung der vhs-Marktredwitz und des Alpenverein Marktredwitz (DAV-Sektion Greiz) in der Reihe "vhs-Weltgesichter" in der Städtischen Turnhalle hielt.

    Mit beeindruckenden Bildern brachte Kappest denjenigen, die die Natur gerne zu Fuß erleben, eine erstaunliche Vielfalt Deutschlands näher. Seine Bilderreise begann er mit einer „Safari durch den Wiesendschungel“. Selten bekommt man die Möglichkeit die heimische Insektenwelt auf diese Weise wahrzunehmen. Große Facettenaugen blickten den Betrachter an und der Chitinpanzer einer Fliege schimmerte metallisch in den verschiedensten Farben. Auch die Kauwerkzeuge eines Käfers, der gerade eine Larve verspeist, sind bis ins kleinste Detail erkennbar. Bis zu 1000 Fotos pro Stunde schießt Kappest, um am Ende ein bis zwei Bilder zu erhalten, mit denen er zufrieden ist. Ihm macht es dabei nichts aus, mehrere Stunden auf das perfekte Bild zu warten. Notfalls kehrt er dafür auch mehrmals an einen Ort zurück.

    „Gott sei Dank bringe ich eine hohe Frustrationsgrenze mit“, erläutert Kappest schmunzelnd. Wiederholt bezeichnet er das Wandern als eine Art „Entschleunigung“, der es bedarf, um in der heutigen schnelllebigen Zeit die Besonderheiten der Natur zu erkennen. Seine Bilder spiegeln diese Einstellung auch wider. Sein Auge für die Feinheiten der Landschaften beweist er auf der ersten Etappe der Wanderreise durch Deutschland. Auf dem Weg durch die sanft geschwungenen Hügellandschaften der Uckermark bei Berlin zeigt Kappest unberührte Waldstücke, in denen noch der Raureif auf den Blättern liegt oder sich die ersten Sonnenstrahlen durch den Frühnebel ihren Weg bahnen. Unterlegt werden diese Bilder durch erklärende Worte des 42-Jährigen, dem es durch seine lebhafte Vortragsweise gelingt, auch eine Geschichte über die Wanderregionen zu transportieren. So stellt er neben der Natur auch die Menschen der Region vor. Die Zuhörer lernen unter anderem eine Kräuterhexe, eine Apfelgräfin, aber auch verschiedene Künstler kennen. „Ich habe auf meinen Reisen richtig Spaß daran, kreative Menschen zu besuchen“, verdeutlicht Klaus-Peter Kappest.

    Der nächste Abschnitt der vierteiligen Wanderreise liegt dem Fotografen besonders am Herzen. Mit dem Rothaarsteig im Süden Westfalens präsentiert er seine Heimat. Neben Impressionen aus dem Wechsel der Jahreszeiten dokumentieren seine Bilder hier auch die Urgewalt der Natur. Umgeknickte Bäume und Entwurzelungen belegen, mit welcher Wucht der Orkan „Kyrill“ 2007 über das Gebiet hinweg fegte.

    Weiter ging die Wanderreise anschließend in die Flusslandschaft im Rhein-Mosel-Eifel-Land. „Die dortigen Traumpfade zeichnen sich durch einen Mix aus Baudenkmälern und tollen Landschaften aus“, beschreibt Kappest die Stärke der Region. In der Weingegend bewies der Fotograf, dass sein Erfindungsreichtum bei Fotomotiven keine Grenzen kennt. Indem er Schlösser, Berge und Seen durch Weingläser hindurch fotografiert, erzeugt er ganz neue Perspektiven.

    Eine weitere Besonderheit hob sich Kappest für den Abschluss des Bilderpfades durch Deutschland auf. „Obwohl im Nationalpark Königsee bei Berchtesgaden der Oktober die schönste Wanderzeit ist, habe ich mich entschieden mit ihnen eine Tour durch den Winter zu unternehmen“, erklärte er den Gästen in der Städtischen Turnhalle. Mit Bildern von eisverkrusteten Baumwipfeln und Gipfelkreuzen sowie malerisch vereisten Seen im Schatten des Watzmanns gelang es Kappest, zum einen eine Region, in der einem noch wild und ursprünglich das Hochgebirge entgegenwächst, zu porträtieren, und zum anderen den speziellen Charme von Winterwanderungen zu vermitteln.

    Angesprochen auf das Fichtelgebirge als Wanderregion antwortete Kappest: „Eine sehr reizvolle Gegend. Leider musste ich mich das letzte Mal beruflich bedingt auf das Knipsen von Waldschäden konzentrieren.“ Nicht nur deshalb würde der erfahrene Wanderer gerne nochmals zurückkehren. Gerade das Luisenburg-Felsenlabyrinth würde ihn landschaftlich und fotografisch reizen.

    Text und Bild: Torsten Ernstberger
    gekürzt erschienen im „Neuen Tag“ am 22. März 2010

    Wandern1.jpg
    Profifotograph Klaus-Peter Kappest präsentiert seinen Bildband "Rothaarsteig"

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