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    Unterwegs über 8000 Meter – und lächeln
    Gerlinde Kaltenbrunner in Marktredwitz

    Eine Frau steht als Profi-Bergsteigerin ihren Mann und schildert vor 200 Zuhörern höchst authentisch die Freuden und die mehr oder weniger kontrollierbaren Gefahren an den höchsten Bergen der Erde.

    von Wolfgang Neidhardt (Bericht in der Frankenpost vom 3. März 2008)

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    Sie lächelt, auch wenn rund um ein kleines Zelt in fast 8000 Metern Höhe der Schneesturm tobt. Sie kann warten, bis der Sturm zu Ende ist. Dann kann sie angreifen und 39 Stunden am Stück 3500 Höhenmeter bis in die Todeszone und zurück überwinden. Aber sie kann auch umkehren, wenn sie ahnt, dass es lebensgefährlich wäre, weiterzugehen. Das alles qualifiziert Gerlinde Kaltenbrunner als Bergsteiger-Profi. Das Lächeln ist Zugabe. Gut 200 Zuhörer in Marktredwitz genossen dieses Lächeln ebenso reichlich wie höchst authentische Bilder und Erzählungen von „unterwegs über 8000 Meter". So lautet der Titel von Kaltenbrunners Vortrag, den die Sektion Greiz des Deutschen Alpenvereins (DAV) an ihrem Sitz in Marktredwitz präsentierte.

    Gerlinde Kaltenbrunner ist mit einigen wenigen weiteren Frauen in eine Domäne des vermeintlich starken Geschlechts eingedrungen: das Höhenbergsteigen. Sie widerlegt das Klischee, das der Marktredwitzer DAV-Chef Walter Wenisch bei der Begrüßung aus der Zeitschrift „Focus" zitiert: „Die Frau am Berg, von den Männern oft nur als Handlangerin akzeptiert." Dass Alpinisten bei Höchstleistungen immer noch primär an Männer denken, könnte Wenischs Versprecher belegen, der die gut 1,70 große Frau als „Gerlinde Kammerlander" begrüßte.

    Hans Kammerlander, der an den höchsten Höhen der Erde Maßstäbe gesetzt hat, hätte an der Tourenpartnerin Gerlinde bestimmt seine Freude. Wenn die anderen Expeditionsteilnehmer schon genug haben, dann schnappt sie sich, wie im Vorjahr am K2, dem zweithöchsten Berg der Erde, einen noch Willigen und versucht den Berg in einem Zug ohne Hochlager zu erreichen. Geschafft hat sie's nicht ganz, weil die Vernunft die Umkehr gebot.

    Diese Geschichte ist die vorläufig letzte, die Gerlinde Kaltenbrunner in Marktredwitz erzählt, mit Bildern, die ihre Begleiter gefilmt oder fotografiert haben, höchst authentisch, hautnah im Wortsinne, wenn die Frau tief vermummt im Schlafsack in großer Höhe Optimismus verbreitet.Ein sehr „gesunder Optimismus" ist schon nötig, wenn sie und zwei Begleiter an der Shisha Pangma von einem Höhensturm drei Tage an höchst unwirtlichem Ort festgehalten werden.

    „I merk dann, dass i weniger wiad", bemerkt sie locker-trocken, und sie stellt fest, „dass die Gespräche immer einfacher werden, je höher man kommt." Doch die Chance, die geplante erste Überschreitung dieses Berges noch zu schaffen, kommt. Und Gerlinde schafft sie. Weil sie stark ist und sicher - so sicher, dass sie sich am Kangchendzönga eine „eher moralische Sicherung" leisten will in Form einer Reepschnur, die im Ernstfall wohl niemanden halten würde.

    Der Ernstfall, den hat die Oberösterreicherin, die jetzt mit ihrem Mann und Tourenpartner im Schwarzwald lebt, auch schon erleben müssen - ohne ihn. Eine Lawine riss am Dhaulagiri das Zelt zweier Spanier weg, das wenige Meter neben ihrem stand, und begrub beide zwei Meter unter dem Schnee. Das Glück und ein Taschenmesser am Sitzgurt, mit dem sie ihr Zelt aufschnitt, retteten ihr vermutlich das Leben. Danach war es für Gerlinde Kaltenbrunner „wichtig, wieder in die Berge zu gehen." Und beim Anmarsch zum nächsten 8000er ist es ihr „Tag für Tag besser gegangen". Nicht nur ihr Vater, wie sie berichtet, vermag das wohl nicht zu verstehen. Doch die 37-Jährige kommentiert solch tragische Vorfälle eher professionell: „Das lässt sich nicht vermeiden."

    Professionell scheint auch der Umgang mit der Angst. Der Profi Kaltenbrunner weiß, was er kann und was nicht. „Am meisten gefürchtet habe ich mich bei der Anreise mit Jeeps über steile Schotterpisten zum Basislager im Karakorum", berichtet sie angesichts von profillosen Reifen und halsbrecherischen Fahrern, die in Allah ihren stärksten Helfer sehen.

    In Schnee und Eis, unterstützt unter anderem durch stundengenaue Wetterprognosen aus Innsbruck, da vermag Gerlinde Kaltenbrunner das Risiko ziemlich klein zu halten. So ist sie bisher immer wieder heil zurückgekehrt, manchmal auch wegen rechtzeitiger Umkehr, um im Basislager die Freuden des Lebens zu genießen: etwa die Menüs, die ein Koch aus einem Sterne-Lokal in Pakistan dort zaubert oder die eigens gebackenen Torten von ihm, die freilich bei verspäteter Rückkehr schon steinhart sind - oder die kleinen Gags am Rande der Tour. Als im deponierten Rucksack eines Begleiters eine Maus ihren Nachwuchs bettet, schlägt Gerlinde Kaltenbrunner vor: „Den Rucksack konnt' ma doch den Slowenen aufitragen", die weiter oben lagerten.

    Mit ihrer körperlichen Stärke und dem sanften Gemüt, das meist in ihr Lächeln mündet, hat sie's geschafft zum Profi. Vor 25 Jahren noch hat sie Pfarrersköchin werden wollen. Weil der Geistliche im Heimatort Spital am Pyhrn sie auf die heimatlichen Berge mitnahm, nachdem er zur Predigt schon in Bergstiefel und Knickerbocker erschienen war. Ein Vortrag über den K2 hat dann ihre erste Lust auf den Himalaya geweckt. Und die scheint intensiver denn je zu sein. „Try again", mach's nochmal, hat ihr der Koch nach der abgebrochenen Mammuttour an diesem Berg auf den Kuchen gespritzt. Gerlinde Kaltenbrunner wird das wörtlich nehmen und, ob mit oder ohne Gatten, weiter Richtung 8000er stürmen – „alles freiwillig", wie sie ihn schwer schnaufend in großer Höhe in einem Filmausschnitt sagen lässt.

    Die Welt der
    Gerlinde Kaltenbrunner

    Training: Dazu gehören etwa auf dem Rad 40 Kilometer und 700 Höhenmeter in zwei Stunden auf dem Weg zur Arbeit.

    Vorbereitung: Vor dem Start einer Tour "futtert" sich die Bergsteigerin zwei oder drei Kilo an, startet mit etwa 60 Kilo und nimmt bei einer Expedition dann bis zu acht Kilo ab.

    Anerkennung: In einem Hochlager wollten Kasachen Gerlinde Kaltenbrunner den Rucksack abnehmen. Als sie wenig später an ihnen vorbeistieg, nannten sie sie "cinderella caterpillar".

    Rivalität: Will sie nicht sehen oder haben. Mit der Spanierin Edurne Pasaban sei ihr ein „Wettlauf" um alle 8000er angedichtet worden. Mit ihr aber war sie gemeinsam auf dem Broad Peak, und mit ihr verbindet sie eine gute Freundschaft.

    Grenze: Körperlich habe sie sie noch nie erreicht, meint Gerlinde Kaltenbrunner.

    Ihre Zufriedenheit: „Als kleiner Mensch an so großen Bergen in so wilder Natur unterwegs zu sein."

    Gerlinde Kaltenbrunner
    37 Jahre alt, geboren in Spital am Pyhrn/Oberösterreich, seit 2007 verheiratet mit Ralf Dujmovits, einem deutschen Höhenbergsteiger und Leiter einer Alpinschule in Bühlertal/Schwarzwald.
    Gelernte Krankenschwester, später Vertreterin für Sportartikel, seit 2003 Profi-Bergsteigerin. Zehn der 14 Achttausender der Erde hat sie bisher erstiegen, fünf davon mit ihrem Mann - und die verbleibenden vier sind Ziele in den kommenden Jahren.

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  • Tibet - Flucht vom Dach der Welt
  • Ein Flüchtlingsdrama im HimalajaAugenzeugenbericht: Fotojournalist Dieter Glogowski berichtet in Marktredwitz von Abenteuer als ... ▼ mehr

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    Ein Flüchtlingsdrama im Himalaja
    Augenzeugenbericht: Fotojournalist Dieter Glogowski berichtet in Marktredwitz von Abenteuer als Fluchthelfer

    Ein Flüchtlingsdrama spielt sich auf dem Nangpa La-Pass zwischen Nepal und Tibet ab. Tausende tibetische Kinder versuchen verzweifelt, vor der Unterdrückung durch die Weltmacht China in die Freiheit zu entkommen. Eine Freiheit, die neben Bildung auch den Erhalt der eigenen Kultur ermöglichen soll, häufig aber in Straflager, Folter oder gar Tod endet.

    Damit diese Tragödien nicht weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen, hat sich der renommierte Fotojournalist Dieter Glogowski, bekannt aus den „Länder-Menschen-Abenteuer“-Produktionen der ARD, nach langer Vorbereitungszeit als „Fluchthelfer“ und Augenzeuge über spektakuläre 6000 Meter hohe Himalajapässe betätigt. In seinem brandaktuellen multimedialen Vortrag „Tibet - Flucht vom Dach der Welt“, den Volkshochschule und Alpenverein Marktredwitz (Sektion Greiz) gemeinsam in der Städtischen Turnhalle präsentierten, dokumentierte Glogowski objektiv aktuelle Veränderungen im tibetisch-chinesischen Spannungsfeld. Eingerahmt in eine grandiose Hochgebirgslandschaft richtete sich sein Fokus vor allem auf die Menschen in dieser Region. Das Publikum im fast ausgeverkauften Saal erfuhr im ersten Teil des Vortrages sehr viel über die riesigen Veränderungen im Wirtschaftswunderland China, das sich zu den bevorstehenden Olympischen Spielen trotz Menschenrechtsverletzungen und unverantwortbarer Umweltverschmutzung von seiner schillernden Seite zeigen möchte. Ein unvorstellbarer Bauboom hat Peking im Griff. Unzählbare Hochhäuser „fressen“ alles auf, was sich ihnen in den Weg stellt. Ein unglaublicher Kapitalismus sei hier eingezogen. Das neueste Prestigeobjekt, so der Publizist, sei die chinesische Hochleistungseisenbahnstrecke, die seit Juni 2006 Peking mit Lhasa verbindet. Nur 47 Stunden benötigt die Bahn für die 4004 Kilometer lange und 3,5 Milliarden teure Strecke, mit Platz für 1600 Passagiere, 100 Prozent Handyempfang und Sauerstoffzufuhr inklusive. In den Sommermonaten besuchen bis zu 2,5 Millionen Touristen die heilige Stadt Lhasa, die immer mehr zu einem buddhistischen Disneyland mutiere. In naher Zukunft werden Autobahnen und moderne Zugtrassen rund um den Potala-Palast das Weltkulturerbe überrollen. Doch hinter den Fassaden großer Werbetafeln, Erotikshops, Vergnügungsparks und Internetbars gehe die Unterdrückung weiter. Nonnen und Mönche werden verhaftet, gefoltert und zu absurden Strafen verurteilt.

    In dem Vortrag war gut zu sehen, dass Dieter Glogowski im Himalaja seine zweite Heimat gefunden hat. Da er dort mit vielen Menschen befreundet ist, darf er an Orten fotografieren, die sonst westlichen Touristen verschlossen bleiben. Er möchte in seinen Vorträgen und Büchern nicht nur leere Bilder und Geschichten veröffentlichen, sondern legt engagiert Wert auf die Inhalte. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Vorträge sind stets die Informationen zur politischen Lage im besetzten Tibet.

    Glogowski berichtete: „Die Tibeter sehen sich als eine unterprivilegierte Minderheit im eigenen Land, in das seit der ‚Befreiung’ 20 Millionen Chinesen umgesiedelt wurden. In ihrer Not werden sie veranlasst, ihre Kinder außer Landes zu schmuggeln, um ihnen dadurch eine Ausbildung im Exil zu ermöglichen.“

    An dieser Stelle erfuhr das Publikum auch den spannenden Grund für die Reise in die Hauptstadt Tibets. Zwischen den höchsten Bergen der Welt traf sich Glogowski mit dem Führer eines Flüchtlingstrecks. Sechs Monate später, am 6. Dezember 2006, übernahm Glogowski am Nangpa La-Pass in 5800 Meter Höhe tatsächlich zwei Flüchtlingskinder.

    Mit faszinierenden Lichtbildern, beschallt mit Musik, Originaltönen und buddhistischen Lebensweisheiten, dokumentiert der Frankfurter Journalist ein dreiwöchiges Abenteuer in der grandiosen Bergwelt zwischen Cho Oyu und Mount Everest, an dessen Ende er die Kinder Nobus und Lhakpa dem Schutz des Klosters Thubten Chöling in Ostnepal übergibt. Dazwischen liegen schwere Momente, in denen Glogowski und seinem vierköpfigen Team Infektionen und Entbehrungen vor allem aber auch die Angst vor dem Militär zu einem gefährlichen Unternehmen machten. Auf dem Pass, auf dem Flüchtlinge ihr Leben riskieren, bewegen sich andere Tibeter völlig legal im „kleinen“ Grenzverkehr. Neben Händlerkarawanen, die mit Hilfe von Yaks Öfen, Trekkingartikel und Solarpanels über steile Möränenhänge hinaufbefördern, ging der Weg beschwerlich voran. Vorbei an tiefen Gletschergewirr und riesigen Bergmassiven, die mit ihren Zuckerhäubchen den tiefblauen Himmel zu kitzeln scheinen. Hier wurde die Reportage zu einer Frontgeschichte mit Priorität für Vorsichtsmaßnahmen und absolutem Personenschutz. Aus diesem Grund nennt Glogowski nur Fantasienamen und das Gesicht des Fluchthelfers war nur geschwärzt zu erkennen, um ihn und seine Angehörigen vor den Repressalien des chinesischen Militärs zu schützen. Doch alles scheint gut zu gehen. Das Happy End der Reise wird in den sicheren Niederungen mit dehydrierter Mousse au Chocolat für die Kinder und Rotwein in Pulverform für die Älteren gebührend gefeiert.

    Matthias Grünler

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    Quelle: Der neue Tag vom 30.11.2007

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  • Hüttentreffen 2007 - Satelliten-Anlage auf der Greizer Hütte
  • Am ersten Juli-Wochenende feierte die Sektion Greiz bei bestem Bergwetter ihr diesjähriges Hüttentreffen auf der Greizer Hütte. ... ▼ mehr

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    Am ersten Juli-Wochenende feierte die Sektion Greiz bei bestem Bergwetter ihr diesjähriges Hüttentreffen auf der Greizer Hütte. Zahlreiche Sektionsmitglieder waren aus diesem Anlass zur Hütte aufgestiegen. Schon von weitem begrüßte sie der neue Vorbau, fachmännisch erbaut von den Sektionsmitgliedern Josef Robl, Gerhard Werner, Fritz Burger und Kurt Prucker. Im Zuge dieser Arbeit wurde auch der Schuhraum vergrößert.

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    Die Greizer Hütte mit dem neuen Vorbau

    Als besondere Gäste begrüßte 1. Vorsitzender Walter Wenisch Bürgermeister Günter Fankhauser und Vize-Bürgermeister Hans Gasser aus Mayrhofen. Sie ließen sich von Hüttenwart Hans Geyer die neue Satelliten-Anlage vorführen, über die die Greizer Hütte als eine der ersten Hütten im Alpenraum seit heuer verfügt. Damit können nun direkt auf der Greizer Hütte E-Mails gelesen und verschickt sowie auch wichtige Webseiten abgerufen werden. Hüttenwirt Herbert Schneeberger druckt jetzt täglich den aktuellen Bergsteiger-Wetterbericht für seine Gäste aus. Zusätzlich zur Internet-Anbindung ist auch ein Satelliten-Telefon vorhanden. Dadurch ist die Greizer Hütte nun unabhängig von der witterungsanfälligen und sehr schwachen Mobil-Telefon-Verbindung.

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    Vize-Bürgermeister Hans Gasser schickt eine Testmail an das Bürgermeisteramt in Mayrhofen

    Den Grundstock für die Beschaffung der Anlage legte die 1.000-Euro-Spende der Marktgemeinde Mayrhofen an die Sektion Greiz anlässlich deren 125-Jahr-Feier im Oktober 2006 in Marktredwitz. Die beiden Bürgermeister konnten sich vor Ort überzeugen, dass mit ihrer Spende eine sinnvolle und nützliche Investition getätigt wurde. Für die geplante Erweiterung der Anlage um eine Web-Camera, die Live-Bilder von der Hütte ins Internet liefert, sagten sie spontan finanzielle Unterstützung der Marktgemeinde zu.

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    „Ortstermin Greizer Hütte“: (v.l.) Hüttenwirt Herbert Schneeberger, Sektionsvorsitzender Walter Wenisch, Sektionsmitglied und Web-Spezialist Thomas Freina, Vize-Bürgermeister Hans Gasser, Bürgermeister Günter Fankhauser, Hüttenwirtin Irmi Schneeberger, Hüttenwart Hans Geyer

    Am Abend wurde natürlich ein zünftiger Hüttenabend gefeiert. Beste Unterhaltung boten das Zillertaler „Stubn-Musi-Trio“, das Amateur-Theater Marktredwitz Dörflas mit Sketchen „aus dem täglichen Leben“ sowie eine Schalmeienkapelle aus Kleinreinsdorf bei Greiz.

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    Die Mitglieder des Amateurtheaters Marktredwitz-Dörflas, zusammen mit dem Hüttenwirtsehepaar und dem Hüttenwart, vor der Greizer Hütte mit dem neuen Vorbau

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    Die Schalmeien-Kapelle aus Kleinreinsdorf bei Greiz bei einem Ständchen vor der herrlichen Bergkulisse

    Quelle: Der neue Tag vom 11.07.2007

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  • Mitgliederversammlung 2007
  • Am 31. März fand die Ordentliche Mitgliederversammlung 2007 statt. Turnusgemäß war Greiz der Tagungsort. Die Versammlung im Theater ... ▼ mehr

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    Am 31. März fand die Ordentliche Mitgliederversammlung 2007 statt. Turnusgemäß war Greiz der Tagungsort. Die Versammlung im Theater Greiz war mit 75 Mitgliedern und 5 Gästen erfreulich gut besucht.

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    Mitgliederversammlung 2007 im Stadttheater Greiz

    Eingangs dankte der 1. Vorsitzende, Walter Wenisch, der Gruppe Greiz für die Ausrichtung der Mitgliederversammlung sowie für das Rahmenprogramm in Form einer Wanderung und Führung in Greiz. Dann wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Dazu gehörte auch Rudolf Krahnert, Mitglied seit 1940 und im 84. Lebensjahr verstorben. Rudolf Krahnert war in seiner Jugend aktives Mitglied der Jugendgruppe Greiz, half nach der Wiedervereinigung Deutschlands mit, die Gruppe Greiz aufzubauen, war seit 1995 Mitglied des Ehrenrates und nahm bis zu seinem Tod aktiv am Sektionsleben teil.

    Nach der Wahl der Greizer Mitglieder Dietrich Vogel und Holger Rohrmann zu Protokollzeugen folgten die umfangreichen Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder.

    Walter Wenisch gab einen Rückblick auf das Jahr 2006, in dem die Sektion ihr 125-jähriges Jubiläum feierte. Ferner berichtete er von einer weiterhin positiven Mitgliederentwicklung. So hat sich der Mitgliederstand der Sektion im letzten Jahr um 28 Mitglieder erhöht und beträgt aktuell 1405. Die Mitgliederzahl der Gruppe Greiz stieg auf 235, was einem Anteil von 16 % an der Gesamtmitgliederzahl entspricht. Knapp 2/3 der Mitglieder wohnen in Orten des ostoberfränkisch-nordoberpfälzischen Raumes. Diese Zahlen beweisen den Charakter der Sektion als eines Vereins von regionaler Bedeutung.

    Der Hüttenwart der Greizer Hütte, Hans Geyer, berichtete von einem Rückgang der Übernachtungen im vergangenen Jahr um 240 auf 3.232 und der Tagesgäste um 73 auf 1.492. Als Ursachen nannte er die Fußball-WM im Juni/Juli und das schlechte Wetter im August. Nur der schöne Herbst verhinderte einen kompletten Einbruch. Die zahlreichen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten verschlangen fast 20.000 Euro. Insgesamt schloss das Gesamtergebnis Hütte und Wege mit einem Plus von ca. 5.000 Euro ab. Herr Geyer bedankte sich zum Schluss besonders bei den freiwilligen Helfern bei den Arbeitseinsätzen. Ab Sommer 2007 wird die Greizer Hütte direkt über das Internet erreichbar sein. Dazu wird ein Satelliten-Telekommunikations-System auf der Hütte installiert.

    Auf der Greizer Erzgebirgshütte erhöhten sich 2006 wiederum die Besu-cherzahlen, wie der Bericht von Hüttenwart Hendrik Fritzsche aufzeigte, und zwar um 234 auf 1.070. Auch für dieses Jahr wird eine Übernachtungszahl von über 1.000 erwartet. Die Wochenenden bis zum November sind bereits ausgebucht. Das Wasserproblem dürfte mit der erfolgreichen Tieferbohrung des bestehenden Brunnens behoben sein.

    Rainer Rahn trug den Bericht des verhinderten Jugendreferenten Michael Rabus vor. Darin kam die gute und effektive Arbeit in den Kinder- und Ju-gendgruppen in Marktredwitz und Greiz zum Ausdruck. Er bedankte sich bei den unermüdlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die dafür sorgen, dass die Sektion keine Nachwuchssorgen hat. Sabine Schelter, Jugendleiterin der Kinder- und Vorjugendgruppe in Marktredwitz, wurde in diesem Frühjahr zur 2. Vorsitzenden des Kreisjugendrings Wunsiedel i.F. gewählt Bei der Ortsgruppe Greiz setzen Mirko Börner und Dorothea Hamann die erfolgreiche Arbeit von Michael Jasinski fort.

    Aus dem Bericht des ebenfalls verhinderten Ausbildungsreferenten Martin Glöckner ging hervor, dass auch 2006 ein vielfältiges Ausbildungs- und Tourenprogramm angeboten und auch angenommen wurde. Für das Jahr 2007 ist ein alpiner Basiskurs mit Theorie und Praxis geplant. Die sektionseigene Kletterwand in Marktredwitz war auch 2006 gut frequentiert. Es wurden 630 Besucher gezählt. Auch die neuen Kletterscheine des DAV - Vorstieg und Toprope - kommen gut an. 35 Stück wurden erworben. Durchaus sportliche Akzente setzen auch die „Mittwochswanderer“ in Marktredwitz.

    Der Naturschutzreferent Thomas Kraus berichtete, dass der DAV nun als Naturschutzverband anerkannt ist, und erläuterte die Bedeutung auf diesem Gebiet. Er hob auch die guten Kontakte der Sektion zum Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen hervor. Ausdruck dieser guten Zusammenarbeit wird im kommenden Sommer eine gemeinsame Erlebnistour zum Thema „Ökosystem Alpen“ im Zillertal sein.

    Die Obfrau der Gruppe Greiz, Anne-Kathrein Eisenbeiß, wies darauf hin, dass die mobile Kletterwand in der Region oft ausgeliehen wird und ein guter Werbeträger für die Sektion ist. Sie dankte Holger Voss und seinem Team für die ehrenamtliche Betreuung. Sie freute sich auch darüber, dass die Sektion nun endlich im Vereinsverzeichnis der Stadt Greiz eingetragen ist.

    Die gute wirtschaftliche Lage der Sektion spiegelte sich im Kassenbericht, den Schatzmeisterin Anni Nürnberger vortrug. Er weist für das Jahr 2006 einen Überschuss von ca. 13.400 Euro aus.

    Der Bericht der Kassenprüfer wurde von Fritz Eckl vorgetragen. Der Schatzmeisterin wurde einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Ihre Entlastung erfolgte einstimmig.

    Frau Nürnberger erläuterte danach den Haushaltsvoranschlag für 2007, der einen Überschuss von 18.200 Euro vorsieht. Er wurde einstimmig genehmigt.

    Im nächsten Tagesordnungspunkt stellte Herr Wenisch eingehend die neue Beitragsstruktur vor, die ab 01.01.2008 gültig wird. Die veränderten Abführungsbeträge an den Hauptverein belasten die Sektion mit ca. 1.000 Euro, was eine Beitragserhöhung um einen Euro bedeuten würde. Trotzdem schlug Herr Wenisch vor, keine Erhöhung der Beiträge zu beschließen. Die Sektion sei in einer guten finanziellen Lage und eine geringe Erhöhung lohne den Aufwand nicht. Ohne Einwände stimmte die Versammlung der Beitragsstruktur und Beitragsordnung zu.

    Danach nahm Herr Wenisch die Ehrung der anwesenden Jubilare für 70, 40 bzw. 25 Jahre Alpenvereinszugehörigkeit vor. Er dankte ihnen für ihre langjährige Treue zur Sektion und überreichte ihnen das entsprechende Ehrenzeichen des Deutschen Alpenvereins sowie ein Buchgeschenk. Vor allem freute er sich darüber, Günther Jahn aus Bad Säckingen für 70-jährige Mitgliedschaft in dessen Geburtsstadt Greiz ehren zu können.

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    Die DAV-Jubilare 2007

    Am Ende der Mitgliederversammlung wies Herr Wenisch noch auf das bevorstehende Hüttentreffen am 7. Juli 2007 hin und lud herzlich dazu ein. Er gab weiterhin bekannt, dass die nächste Mitgliederversammlung am 15. März 2008 in Marktredwitz stattfindet.

    Im Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung gab es eine geführte Wanderung durch den Greizer Park über das Weiße Kreuz zum Pulverturm. 29 Mitglieder beteiligten sich daran. Nach dem Rückmarsch war Mittagseinkehr im „Parkschlösschen“ und abschließend noch genügend Zeit für einen Rundgang auf dem Oberen Schloss. Auffallend waren während der gesamten Wanderung und dem Rundgang über das Schloss das große Interesse und die Wertschätzung der Veränderungen seit ihrem letzten Besuch. Herzlichen Dank an Wanderleiter Eberhard Eisenbeiß und Stadtführerin Johanna Kühnast.

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    Die Wandergruppe vor dem Pulverturm (Foto: Michael Hendel, Greiz)

    Quelle: Der neue Tag vom 31.03.2007

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  • Live Diaschau "Südtirol" von Hartmut Krinitz
  • Auszug aus dem Bericht von Matthias Grünler in der Frankenpost vom 15. März 2007: Diavortrag von VHS und Alpenverein über SüdtirolAlpenländische ... ▼ mehr

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    Auszug aus dem Bericht von Matthias Grünler in der Frankenpost vom 15. März 2007:

    Diavortrag von VHS und Alpenverein über Südtirol
    Alpenländische und mediterrane Lebensart

    Auf „Spurensuche zwischen Ortler und Drei Zinnen“ begab sich Fotojournalist Hartmut Krinitz nach Südtirol, wo er inmitten von Europa ein „Paradies“ für seine bislang jüngste Produktion entdeckte.

    Marktredwitz – Dass Südtirol schon lange kein Geheimtipp mehr ist, zeigte die überaus große Resonanz in der Städtischen Turnhalle zu dem Diavortrag der Volkshochschule und des Alpenvereins Marktredwitz.

    Was Le Corbusier als „schönste Architektur der Erde“ bejubelte, beleuchtete der renommierte Vortragsreferent in prächtigen Fotos über vier Jahreszeiten. Sein Augenmerk galt aber nicht nur den unerreichbar wirkenden schroffen Felsgipfeln, sondern er nahm sich viel Zeit , die Menschen in einem „Schmelztiegel“ aus alpenländischer und mediterraner Lebensart darzustellen. Dabei verbindet er hochklassige Fotografie, Literaturauszüge, Originaltöne und Live-Kommentare zu einem eigenständigen Stil.

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  • Satirischer Gipfelsalat
  • Bericht in der Frankenpost vom 14.11.2006: Vergnüglicher Jubiläums-Abschluss beim AlpenvereinAuf der Alm gibt's doch a Sünd'Wenn ... ▼ mehr

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    Bericht in der Frankenpost vom 14.11.2006:

    Vergnüglicher Jubiläums-Abschluss beim Alpenverein
    Auf der Alm gibt's doch a Sünd'
    Wenn Stühle dem Verzehr dienen: Satiriker Franz Xaver Wagner serviert einen alpinen "Gipfelsalat"

    Einen originellen Abschluss hatten die Veranstaltungen zum 125. Jubiläum der DAV-Sektion Greiz mit Sitz in Marktredwitz: Der alpine Satiriker Franz Xaver Wagner "servierte" im Egerland-Kulturhaus einen "Gipfelsalat".

    Marktredwitz - Kein anderer nimmt die alpine Szenerie so gekonnt auf die Schippe wie Franz Xaver Wagner alias „Karl Tiefengraber". Auch in seiner Diaschau „Satirischer Gipfelsalat" kommentierte das bayerische Original im Egerland-Kulturhaus mit hintergründigem Humor seine kuriosen Bergdias. Wie ein Fahnder ist er „existentiellen" Fragen auf der Spur: Was verbindet den Neandertaler mit dem Bergsteigen? Wo ist die Ästhetik in den Bergen? Oder: Gibt es auf der Alm wirklich keine Sünd'? In knapp zwei Stunden porträtierte der Kabarettist Gipfel und Hütten, Kleidung und Ausrüstung, vor allem aber auch die Menschen, die in den Bergen unterwegs sind, aus einer feinsinnigen Perspektive.

    Diesen Leckerbissen köstlicher Ironie servierte die DAV-Sektion Greiz als offiziell letzte Veranstaltung im Rahmen der Feiern ihres 125-jährigen Bestehens. Damit ging auch eine beachtliche Vortragsreihe zu Ende. Nach den Extrembergsteigern Hans Kammerlander und Heinz Zak war der Abend ein würdiger Abschluss und ein wunderbares Kontrastprogramm, um nach dem „Höher und Steiler" nicht das „Warum und Wozu" aus den Augen zu verlieren.

    Nach der Begrüßung durch den zweiten Vorsitzenden Rainer Rahn griff Franz Xaver Wagner sogleich in sein streng chronologisch und alphabetisch geordnetes „Alpines Panoptikum". In seiner Sprache erinnert der vollbärtige Münchner stark an sein künstlerisches Vorbild Karl Valentin. Mit dessen Worten „Fang ma von vorn an" fing er also an; dann verfolgte er die Erfindung des Bergsteigens bis zum Neandertaler zurück. Allerdings ging dieser auch schon mit Stöcken, was für den Redner heute noch die „bescheuertste" Fortbewegungsart ist. Spöttisch blickt er in die Kletterhallen, wo man jetzt Kletterer werden kann, ohne jemals im Gebirge gewesen zu sein. Hintersinnig bezeichnet Wagner das Auto als „wichtigsten Ausrüstungsgegenstand" für den Alpinisten. „Enttäuscht" äußert er sich über die Wiedervereinigung, die außer Schuldenbergen weiter keine hohen Berge gebracht habe.

    Jahrzehntelang reiste der rüstige 67-jährige Oberbayer mit seinem Fotoapparat durch die Alpen und ist heute stolzer Besitzer einer umfangreichen und erstaunlichen Kuriositätensammlung. In Kombination mit seinen eigenwilligen Texten trifft „Karl Tiefengraber" den Nerv des Bergsteigers genauso wie den des Nicht-Kletterers. Sein hintergründiger Humor hat ihn zu einem namhaften alpinen Satiriker und Vortragsredner gemacht. Er schreibt regelmäßig für das „ALPIN"-Magazin, ist Verfasser diverser Beiträge in alpinen Werken und Autor mehrerer eigener Bücher. Besonders gerne befasst er sich mit allen Arten von Hinweistafeln und Schildern und hinterfragt den tieferen Sinn der Nahrungsaufnahme auf Berghütten: „Stühle dienen dem Verzehr", heißt es da, oder: „Auf der Terrasse kein Eigenverzehr“- diese Gebote stellen die Bergsteiger genauso vor Probleme wie Hütten, die „ganzjährig fünf Minuten geöffnet“ oder gleich „70 Jahre geschlossen“ sind.

    Die Behauptung "Auf da Alm da gibt's kei Sünd" kann er empirisch widerlegen. Indizien wie Hinweise auf „Berglusthaus", „Lustberg" oder die „Lusthütte" sprächen vom Gegenteil. Leitern zum „Fensterln" hat er entdeckt, sie waren dann jedoch nur „für Geübte".
    Als Fotograf konstatiert Wagner, dass die Leute Bilder mit Sonnenuntergängen, Wolken und Bäumen sehen möchten. Aber genau das sei langweilig. Selbstironisch „outet" er sich als Fan von Kränen, Fernsehtürmen und anderen Errungenschaften der Technik und blendet fahrig im Hochformat, Querformat, nachts oder tags, im Sommer und im Winter Bilder zerstörter Natur im Kontrast zu herrlichen Bergmotiven ein. Er liebe eher die rechten Winkel, die geraden Linien an Gittermasten als Ausdruck neuer Ästhetik.

    So weist der Erfinder des alpinen Kabaretts auf seine eigenwillige Art auf die Verschandelung der Berge hin. Die Diaschau Wagners protzt nicht mit hochmoderner Digitaltechnik, sondern ist eher bescheiden. Abgesehen vom „Laserpointer", mit dem der bärtige Referent herumfuchtelt, stammt das Equipment aus seinen Anfängen als Berichterstatter. Die Dias wirken antiquiert, zwei alte Projektoren sorgten für altherkömmliche Uberblendung, doch gerade dieses „Zurück zu den Wurzeln" macht den Reiz des Abends aus. Die Bilder sind über Jahrzehnte liebevoll zusammengetragen worden, mit dem tieferen Sinn, hinter die Geschehnisse am Berg zu sehen und sich nie mit dem ersten Anschein zufrieden zu geben.
    So hält er jedem Bergfreund auf vergnügliche Weise einen Spiegel vor. Als Satiriker könne man heute nichts erfinden, sagt Wagner. Die besten Geschichten seien die, die in Wirklichkeit passieren.

    MATTIAS GRÜNLER

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  • Festakt zum 125-jährigen Bestehen der Sektion Greiz
  • Bericht in der FRANKENPOST vom 16.10.2006: DAV-Sektion Greiz feiert 125-jähriges BestehenEin Verein mit großer AnziehungskraftHochrangige ... ▼ mehr

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    Bericht in der FRANKENPOST vom 16.10.2006:

    DAV-Sektion Greiz feiert 125-jähriges Bestehen
    Ein Verein mit großer Anziehungskraft

    Hochrangige Gäste erweisen den Alpinisten aus Marktredwitz und Greiz die Ehre / Viel Lob für Vorsitzenden Wenisch

    Der Verein schlechthin für den Bergsport ist in der Region die Sektion Greiz des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit Sitz in Marktredwitz. In diesem Jahr kann er auf eine 125-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken, eine Geschichte mit Höhen und Tiefen. Mit einem Festakt wurde das Jubiläum am Samstag im Egerland-Kulturhaus gefeiert.

    Marktredwitz – Zur Feier des 125. Jubiläums kamen neben zahlreichen Ehrengästen auch alle Stadtoberhäupter aus Marktredwitz, die Bürgermeister aus Greiz und aus Mayrhofen in Österreich. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Musikgruppe „BaHoPa“ aus Tröstau.

    Besondere Schmankerln boten nicht nur das reichhaltige warme Büfett, sondern auch das Amateurtheater Marktredwitz mit zwei amüsanten Einlagen. So gab die beliebte Truppe ihre „Impressionen von der Greizer Hütte“ wieder.

    In seiner Festrede nahm Vorsitzender Walter Wenisch die Gäste mit auf eine spannende Reise durch eineinviertel Jahrhunderte. Die Sektion wurde 1881 in der thüringischen Stadt Greiz gegründet und entwickelte sich schnell zu einer lebenskräftigen Gemeinschaft, deren Mitglieder auch alpine Touren unternahmen. Bald kam der Wunsch auf, sch an der Erschließung der Alpen zu beteiligen. 1893 wurde die Greizer Hütte eingeweiht, bereits 1905 wurde sie erweitert. Nach dem 1. Weltkrieg waren weitere Investitionen notwendig. Nach dem Bau einer Winterhütte und eines Kraftwerks sowie der Aufstockung bot das Schutzhaus Platz für 60 Personen.

    Wenisch erklärte, dass die Entwicklung Deutschlands im und nach dem 2. Weltkrieg zwar den absoluten Tiefpunkt in der Sektionsgeschichte, jedoch nicht das Ende bedeutete. In der Nachkriegszeit zogen Mitglieder der Sektion nach Westdeutschland und fühlten sich verpflichtet, das zu erhalten, was Generationen zuvor aufgebaut hatten. Das Wagnis begann im Jahre 1955 mit 26 Mitgliedern, die für eine Verlegung des Sektionssitzes nach Marktredwitz stimmten. 1970 zählte die Sektion wieder 287 Bergfreunde. Mit An- nd Umbauten an der Hütte bewiesen die Mitglieder ihre Leistungsfähigkeit, was 1973 wiederum Grundlage für die Rückübereignung der Hütte war. Die Mitglieder waren über die ganze Bundesrepublik verstreut: Schwerpunkte waren im Raum Freiburg/Ulm, Gießen und Marktredwitz.

    Heute vollzieht sich im Wesentlichen das Sektionsgeschehen in Marktredwitz. Hier sind auch die meisten der über 1400 Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Übungsleiter ansässig, und hier befindet sich auch die Geschäftsstelle. Doch hat die Sektion mit den Ortsgruppen in Oberhessen (Reiskirchen) und seit 1991 wieder in Greiz zwei weitere Schwerpunkte im Bundesgebiet.

    Wenisch berichtete von wichtigen Investitionen in der Vergangenheit. So wurde vor zehn Jahren mit erheblichem Aufwand eine Kletterwand in der Dörflaser Turnhalle als erste ihrer Art in Nordostbayern erstellt. 199 wurde die baufällige Winterhütte bei der Greizer Hütte durch einen Neubau ersetzt. Als zweite Einrichtung baute der Verein im Jahre 2002 ein ehemaliges Bahnwärterhaus im Naturpark Erzgebirge zur „Greizer Erzgebirgshütte“ um. 2003 ging mit dem Bau der Materialseilbahn zur Greizer Hütte ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Außerdem wurde für die Ortsgruppe Greiz ein mobiler Kletterturm angeschafft. Bei all diesen Maßnahmen wurde durch freiwillige Arbeitsleistungen viel Geld gespart. Eine hohe Auszeichnung erhielt in diesem Jahr die Greizer Hütte mit dem Umweltsiegel für ökologisch wirtschaftende Hütten. Als weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr nannte Wenisch die Vorträge von Hans Kammerlander und Heinz Zak sowie den Besuch des Bundespräsidenten Horst Köhler auf der Greizer Hütte.

    Nach den Grußworten des DAV-Vizepräsidenten Ludwig Wucherpfennig und des Vorsitzenden der DAV-Sektion Berlin, Friedrich Christopher, lobte Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder die vielfältigen Aktivitäten der Sektion Greiz in Marktredwitz. Steigender Mitgliederzahlen und die Begeisterung von Jung und Alt zeigten die große Anziehungskraft des Vereins. Dieser habe für eine sichere Zukunft seine „Hausaufgaben“ gemacht.

    Für den Bürgermeister von Greiz, Gerd Grüner, bedeutet das Jubiläum auch 125 Jahre Regionalgeschichte. Vor allem der 2. Weltkrieg sei für den Alpenverein in Greiz ein einschneidendes Ereignis gewesen. Von einem Tag auf den anderen musste „auf die Passion Bergwandern, Umwelt und das Zusammengehörigkeitsgefühl verzichtet werden. Er freue sich dafür umso mehr, dass sich heute 200 Leute, darunter viele junge, wieder in der Ortsgruppe Greiz zusammengefunden haben.

    Als eine der schönsten Hütten im Zillertal bezeichnete der Bürgermeister von Mayrhofen, Günther Fankhauser, die Greizer Hütte. Die Sektion Greiz habe einen nicht unerheblichen Anteil daran gehabt, dass der Tourismus in den spätern 70er Jahren auch ins Zillertal fand. Der Bürgermeister lobte Hüttenwirt Herbert Schneeberger, der mit großer Sorgfalt die Unterkunft im Floitental führe. Zur großen Freude des Vereins überreichte Fankhauser einen Scheck über 1000 Euro.

    Paul Steger, Vorsitzender der österreichischen Alpenvereins-Sektion Zillertal, sagte als Bausachbearbeiter seine Unterstützung für die Greizer Hütte zu. Grußworte sprachen auch Erhard Grünler, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Marktredwitz, Günther Karl, Vorsitzender der FGV-Ortsgruppe, und Klaus Gramsch, Vorsitzender des Wandervereins Greiz.

    Stellvertretend für alle Sektionsmitglieder ergriff Dr. Berthold Neumcke das Wort. In seiner Ansprache würdigte er Vorsitzenden Walter Wenisch als „Klammer der Sektion“. Denn durch dessen Wahl zum Vorsitzenden im Jahr 1993 habe der Verein einen enormen Aufschwung genommen. In diesen 13 Jahren habe Wenisch verschiedene Strömungen und Interessen in der Sektion zusammengeführt. „Dabei bewies er stets ein glückliches Händchen im Umgang mit den Ortsgruppen.“ Als Dank überreichte Neumcke ein Buch und Blumen für Gattin Brigitte.

    Wenisch resümierte, dass in den abgelaufenen 125 Jahren sehr viele Mitglieder zur erfolgreichen Entwicklung beigetragen hätten. Er appellierte an die Mitglieder, sich auch weiter zu engagieren. Wenisch zeigte sich zuversichtlich: Angesichts des Einsatzes und der Zähigkeit, mit der die Schwierigkeiten in der Sektionsgeschichte gemeistert worden seien, brauche dem Verein nicht bange zu sein.

    Matthias Grünler

    Treue Mitglieder geehrt

    Ein Höhepunkt des Abends waren die Mitgliederehrungen. Edith Hetzer kann auf 70-jährige Zugehörigkeit zurückblicken; sie war bei der Feier nicht anwesend. Detlef Matthes ist seit 50 Jahren Mitglied. Seit 40 Jahren sind Reingard Fischer, Dr. Heinrich Löffler, Dr. Ulrike Neumcke, Heiner Orlamünder und Gerhard Sehrt beim Alpenverein. Für 25-jährige Treue wurden Josef und Markus Wieland, Gerhard Pörner, Karl Scharnagl, Willmar Schlichtiger, Roland Seidel, Wolfgang Borchert, Harald Ott und Anneliese Veitz ausgezeichnet.

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  • Hoher Besuch auf der Greizer Hütte
  • So hohe Gäste hatte die Greizer Hütte noch nie in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler ... ▼ mehr

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    So hohe Gäste hatte die Greizer Hütte noch nie in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler besuchte sie anlässlich einer privaten Bergwanderung und verbrachte eine Nacht auf der Hütte in 2.227 m Höhe. Mit ihm war auch der Tiroler Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa gekommen. Die beiden Politiker ließen sich mit ihren Ehefrauen, Freunden und Begleitern auch durch Regen und Schneefall nicht vom Aufstieg auf die Hütte abhalten. Dort wurden sie von den Hüttenwirten Irmi und Herbert Schneeberger bestens betreut und bewirtet. In lockerer Stimmung verbrachten sie bei Musik einen zünftigen Hüttenabend mit den anwesenden Gästen. Bereitwillig trugen sie sich auch in das Hüttenbuch ein.

    Wenn auch der Besuch der beiden Politiker privat war, so war er doch eine große Ehre für die DAV-Sektion Greiz, gerade im Jahr ihres 125-jährigen Gründungsjubiläum. Als 1. Vorsitzender Walter Wenisch und Hüttenwart Hans Geyer dieses Jubiläum ansprachen, sagten beide Politiker spontan ein Grußwort für die Festschrift zum Jubiläum zu.

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    Bundespräsident Horst Köhler mit dem 1. Vorsitzenden der Sektion, Walter Wenisch, beim Eintrag in das Hüttenbuch

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    v.l.: Hüttenwart Hans Geyer, Horst Köhler, Dr. Herwig van Staa, Walter Wenisch

    Quelle: Frankenpost vom 09.08.2006

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  • 10 Jahre Kletterwand
  • Bericht des Neuen Tag vom 27. April 2006: Mit der Kletterwand hoch hinausAnlage des Alpenvereins besteht seit zehn Jahren und ... ▼ mehr

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    Bericht des Neuen Tag vom 27. April 2006:

    Mit der Kletterwand hoch hinaus
    Anlage des Alpenvereins besteht seit zehn Jahren und sorgt für Höhenflug bei Mitgliederzahlen

    Marktredwitz. (dih) Es ist zwar nicht mehr die größte Kletterwand in der Region, aber mit ihrer naturgetreuen Felsnachbildung immer noch eine der schönsten und attraktivsten: Vor zehn Jahren wurde in der Turnhalle Dörflas die damals erste künstliche Kletteranlage in Nordostbayern eingeweiht.

    Im Jahr des 125-jährigen Bestehens der Sektion Greiz im Deutschen Alpenvereins feiert der Verein ein weiteres „kleines" Jubiläum. Am 27. April 1996 betraten nämlich die Verantwortlichen mit der Einweihung der Kletterwand relatives Neuland. Heute erlebt das Hallenklettern auch in der Region einen großen Zulauf.

    Wie zweiter Vorsitzender Rainer Rahn beim Jubiläum vor Ort berichtete, ist die Kletteranlage in Dörflas neben den beiden Hütten der Sektion eine der tragenden Säulen der Vereinsarbeit. Sie sei mit für den momentanen „Höhenflug" des Alpenvereins in Marktredwitz mit seinen rund 1400 Mitgliedern verantwortlich. Was die Struktur der Oberfläche und die naturgetreue Nachbildung von Felswänden anbelange, sei in Dörflas noch immer die attraktivste Kletteranlage zu finden: „Darauf können wir nach zehn Jahren immer noch stolz sein." Die Kletterwand ist acht Meter hoch und umfasst 80 Quadratmeter.

    Erfreulich ist für die Sektion, dass die Kletterwand zu einem Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche wurde. Denn Klettern ist „in", was sich am guten Besuch der Kletterabende und den dadurch gewonnenen Neumitgliedern zeigt. Rahn nannte Richard Panzer den „Vater der Kletterwand", der als Projektleiter bei der Erstellung vor zehn Jahren maßgeblich zuständig war. Der zweite Vorsitzende dankte auch den 17 Betreuern für ihren Einsatz, ebenso der Stadt für die damalige finanzielle Unterstützung sowie der Turnerschaft Marktredwitz-Dörflas für die gute Zusammenarbeit.

    Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder freute sich über das vor zehn Jahren völlig neue Sportangebot. Dass klettern gut angenommen wird, zeige sich auch am guten Besuch der Diaschauen des Alpenvereins. Der „Hausherrn" von der Turnerschaft, Vorsitzender Horst Geißel, blickte zurück auf die spontane Zusage, eine Kletterwand errichten zu dürfen. „Natürlich mussten einige Bühnenveränderungen vorgenommen werden, die sich auch finanziell niederschlugen." Geißel war froh, dass dieser Schritt gewagt wurde, denn dadurch werde der Klettersport auch in die Turnerschaft hineingetragen. Erhard Grünler, Vorsitzender der Bergwacht Marktredwitz, verwies auf die Nutzung für Ausbildungszwecke. Zum Jubiläum durfte die Kletterwand schließlich bis zum Abend unter fachkundiger Anleitung kostenlos benutzt werden.

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  • Live-Diaschau von Heinz Zak
  • Live-Diaschau von Heinz Zak am 7. April 2006 in der Städtischen Turnhalle Marktredwitz, veranstaltet in Kooperation zwischen der ... ▼ mehr

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    Live-Diaschau von Heinz Zak am 7. April 2006 in der Städtischen Turnhalle Marktredwitz, veranstaltet in Kooperation zwischen der DAV-Sektion Greiz, Sitz Marktredwitz, und der Volkshochschule Marktredwitz

    Bericht der Frankenpost vom 10. April 2006

    Zaks Abschied aus der „Welt der Vergänglichkeit“
    Der Extremkletterer und Fotokünstler aus Österreich bezwingt ungesichert die schwierigsten Steilwände der Welt

    VON WOLFGANG NEIDHARDT

    MARKTREDWITZ – An einem Dach aus Fels, etwa sieben Meter auskragend, in einer gut tausend Meter hohen Wand, hängt ein Mensch, spinnengleich. Eine Hand klemmt in einem Millimeter breiten Riss. Sie hält den ganzen Körper. Das linke Bein klebt schier oben. Das zweite Bein hängt nach unten. Gesichert mit einem Seil ist der Mensch nicht. Das ist die Welt von Heinz Zak, die er am Freitag in Marktredwitz zeigte: Extremklettern und andere dabei fotografieren.

    Das Dach, das hat auch er bewältigt, erst vor einem Jahr, gut zwei Jahrzehnte nachdem ihn ein Foto nicht mehr losgelassen hat, von diesem Dach im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien, das zu einer der schwierigsten Kletterrouten der Erde gehört mit Namen „seperate reality“. Dass dieser Name nicht von ungefähr kommt, wird den über 400 Zuhörern in Marktredwitz klar, als Heinz Zak ihnen zu erklären versucht, wo die physische Stärke herkommt, um das Höchstrisiko ungesichert zu bewältigen. „Unendliche Ruhe und Freude“ müsse der Kletterer finden, „komplett die Zeit verlassen“, sich schon am Einstieg „aus der Welt der Vergänglichkeit verabschieden“. In diesem Zustand beschäftige den Akrobaten im Fels der Bach, der tief unten rauscht, viel mehr als das klettertechnische Problem, das vor ihm liegt. Im Blick zurück erscheint es Heinz fast spielerisch, wie er es gemeistert hat: mit den Füßen nach oben und hinaus über das Dach.

    Aberwitzig

    Mit Routen wie „separate reality“ begann vor über 20 Jahren das „neue Leben“ des 48 Jahre alten Heinz Zak: „Nur Klettern und Fotos“ statt Schüler zu unterrichten, wie er es in jungen Jahren getan hatte. Der Mann aus Scharnitz im Karwendel mit dem markanten spitzen Kinn und der immer höher werdenden Stirn, von der immer weniger ungebändigte Haare immer gleich wild nur noch nach hinten wuchern, ist Zuhause im „großen Abenteuer“ Klettern. Das hat sich rasant entwickelt. Routen, die heute gute Kletterer in mehreren Tagen durchsteigen, bewältigen Profis in wenigen Stunden. Und sie tun das heute mindestens „Rotpunkt“. Das heißt: ohne sich an Bohrhaken zu sichern, die bereits da sind – oder, um es mit Heinz Zak zu sagen: „Nicht unter Zuhilfenahme von Heimwerkergeräten“. Die Extremsten unter ihnen wie etwa der Berchtesgadener Alexander Huber – oder bisweilen eben auch Heinz Zak – wagen sich völlig ungesichert in die schwersten Routen in den Alpen wie etwa an der Großen Zinne in den Dolomiten.

    Und wenn's Zak nicht selbst tut, das, was der erdverbundene Mensch als aberwitzig, als lebensmüde, bezeichnen würde, dann dokumentiert er es. Um seine Bilder aufnehmen zu können, die in der Kletterwelt ihresgleichen suchen, erarbeitet er sich abenteuerliche Konstruktionen: Mehrere aneinander gefügte Eispickel ermöglichen es ihm, in einigen Metern Abstand die Akrobaten abzulichten. Davon lebt Heinz Zak, wenn er seine Bilder verkauft, für Bücher, Zeitschriften, Vorträge. „Einsperren lassen“ hat er sich nie und meint damit etwa lukrative Aufträge für Werbefotos. Einsperren lassen wird er sich auch im Wortsinne weiter nicht wollen. Damit er etwa in einer der unwirtlichsten Ecken der Erde, in Patagonien, zwei der schwierigsten und faszinierendsten Berge namens Fitz Roy und Cerro Torre wochenlang in „totaler Verrücktheit“ belagern kann – und besteigen, wenn's sein muss im zweiten Versuch nachdem der erste sieben Meter unter dem Gipfel gescheitert war.

    Pink Floyd zu Fels

    Was Heinz Zak mitbringt aus Patagonien, sind viele Bilder von faszinierenden Stimmungen und wenige Bilder, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen, wie die Maus in der Wasserflasche, die sich durch den schmalen Flaschenhals zwängt, um tags darauf in der nächsten Flasche Schutz vor dem Wetterunbill zu finden. 399 von 400 Zakschen Bildern indes zeigen Natur pur: Größe oder faszinierende Details wie Felszeichnungen, die außer ihm kaum einer so gezeigt hat, Spiele von Wasser und Wolken oder dem Licht von Sonne und Mond, deren Aufzeichnung ihm einen langen und „relativ kalten“ Spaß bereitet.

    Weniger Spaß als innere Einkehr will Heinz Zak in Marktredwitz im zweiten Teil seines Vortrages bei den Besuchern schaffen, wenn er ihnen unter dem Titel „Symphonie der Berge“ fast eine Stunde lang nur Bilder und Musik präsentiert. Nicht jeder mag dort angekommen sein, wo ihn Zak gerne hinbringen wollte bei Pink Floyd zu Fels, Mike Oldfield zu Klettern oder Georg Friedrich Händel zum „Finale Grande“. „Schaltet alles ab, auch den Kopf“, hatte der fotografierende Künstler seine Zuhörer aufgefordert.

    So zeigt Zak Sequenzen unter den Überschriften Sonne, Fels, Wasser, Wolken, Klettern, Blumen, Bäume, Mond. Menschen kommen auf seinen Bildern fast ausschließlich als Kletterer oder mal als Staffage vor. Dabei
    kann's der Mann doch mit den Menschen. „Du kannst fotografieren, bis der Tag vorbei ist, Blitzen hat hier im Dunkeln keinen Sinn“, berät er in den ersten Minuten seines Vortrages einen übereifrigen Hobbyknipser.

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    Foto: Bessermann

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